Ökotipps für Lebensmittel und Ernährung

Immer frisch auf den Tisch: schön wär’s. Jeden Tag eine leckere Mahlzeit hält Leib und Seele zusammen, aber was isst man eigentlich tag ein tag aus? Wo kommen die Lebensmittel her? Was ist umweltfreundlich, was nicht? Ist biologisch eigentlich auch immer fair? Was ist gesund? Wenn man einmal anfängt nachzudenken, wird es schnell schwierig, herauszubekommen, was man eigentlich jeden Tag auf dem Teller liegen hat. Diese Tipps beleuchten die tägliche Mahlzeit ein bisschen mehr….

Was esse ich da eigentlich? Und ist das wirklich gut so?

Für alle, die es genauer wissen wollen: konkrete Tipps und Hintergrundinformationen zu bestimmten Lebensmitteln gesammelt:

Trinken Sie Leitungswasser

Wasser ist überall in Deutschland in hervorragender Trinkwasserqualität vorhanden. Es ist fraglich, warum Wasser trotzdem oftmals aus Frankreich, der Schweiz oder aus anderen weit entfernten Orten herantransportiert wird. Dieser Transport und die Abfüllung verschlingt Unmengen von Energie.

Vermeiden Sie Lebensmittel, die mit dem Flugzeug transportiert werden müssen

Ziemlich klar ist, dass die Oekobilanz bei Lebensmitteln, die mit dem Flugzeug transportiert werden mussten, immer schlecht ist. Die Umweltbilanz von Transporten via Luftfracht ist verherrend.
Von daher sollte man immer auf Lebensmittel verzichten, die auf dem Luftweg transportiert wurden. Das betrifft in der Regel leicht verderbliche Lebensmitteln, die „weit weg“ zum Beispiel in Chile, Südafrika etc. erzeugt wurden. Frische Erdbeeren aus Südafrika und andere ähnlichen Waren sollten also immer ein No-Go sein.

Essen Sie weniger Fleisch

Für die Produktion von Fleisch werden sehr viele Ressourcen benötigt. Insbesondere die Produktion von Rindfleisch sticht hierbei besonders negativ heraus. Massentierhaltung – und aus der stammt ein Großteil des verzehrten Fleisch – erzeugt Unmengen von tierischen Abfällen und Emissionen. Zur Mast der Tiere werden sehr viele Rohstoffe wie Soja oder Mais eingesetzt, deren Anbau ebenfalls Energie und Landfläche verbraucht. Ebenfalls verbraucht die Produktion von Fleisch sehr viel Wasser, das nicht überall auf der Welt im Überfluß vorhanden ist.

Die klare Empfehlung kann daher nur lauten: weniger ist mehr! Esst etwas weniger Fleisch, verzichtet bewusst an manchen Tagen auf das Steak oder Schnitzel und greift zu leckerem Gemüse und Obst.
Der Idealfall wäre aus ökologischer Sicht sicher, wenn man zum Veganer oder Vegetarier werden würde. Ich persönlich halte diese Forderung für illusionistisch (und nicht nur, weil ich selbst durchaus gerne Fleisch esse). Aber je mehr Verzicht, desto besser. Und es kommt nicht nur der Umwelt sondern auch der persönlichen Gesundheit zu Gute.

Abgelaufenes Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet nicht ungeniessbar

Nach Schätzungen werden jährlich 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weggeworfen oder kommen erst gar nicht beim Kunden an. Und ein Großteil dieser Lebensmittel wäre oft noch gut verwendbar gewesen oder wurde schlichtweg aufgrund schlechter Gewohnheiten nicht rechtzeitig verwertet. Und das während weltweit zig Millionen Menschen Tag für Tag Hunger leiden müssen.

Ein Hauptproblem ist ein Missverständnis: viele Verbraucher werfen Lebensmittel weg, wenn das Mindesthaltbarkeits-Datum überschritten wurde. Dabei bedeutet dies nicht, dass ein Lebensmittel nicht mehr geniessbar oder schlecht ist. Es bedeutet nur, dass der Hersteller garantiert, dass es bis zu diesem Zeitpunkt mindestens (!) haltbar ist. Viele Lebensmittel wie Konserven, Tee, Reis, Nudeln, Gewürze, Salz, Honig und vieles mehr sind auch problemlos nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums nutzbar.

Aber Achtung! Wenn ein Verzehrdatum angegeben wird („spätestens verzehren bis“), sollten Sie sich unbedingt daran halten. Hier geht es um verderbliche Lebensmittel wie frischen Fisch oder Hackfleisch…..

Sparen beim Waschen von Lebensmitteln

Waschen Sie Obst und Gemüse in einer Schüssel, anstatt unter fließendem Wasser.

Kaufen Sie möglichst regionale Produkte

Warum sollte man doch öfters beim Einkauf zu regionalen oder lokalen Produkten greifen? Muss es wirklich der Apfel aus Südamerika, die Trauben aus Indien, das Lammfleisch aus Neuseeland sein? Vieles ist ein ökologischer Irrsinn. Der Transport dieser Waren belastet die Umwelt in einer nicht vertretbaren Weise. Oft gilt: Je kürzer der Transportweg der Ware ist, desto umweltschonender ist das Produkt. Und kein Weg ist kürzer als direkt bei einem regionalen Anbieter einzukaufen.

Verschenken und teilen Sie überschüssiges Essen

Zu viel gekocht? Lad doch spontan den Nachbarn ein. Kiloweise Kirschen geschenkt bekommen und einfach zu viel? Vielleicht ergibt sich mit dem Mieter nebenan gleich noch ein nettes Gespräch, wenn Du ihn mit einem Kilo Kirschen überrascht. Du fährst in Urlaub und der Kühlschrank ist noch zu voll? Bitte nicht wegwerfen – einfach mal bei Freunden und in der Nachbarschaft fragen – Du wirst überrascht sein, dass die Sachen nicht nur wegkommen sondern dass Deine Mitmenschen sich sogar sehr freuen werden. Auch die Tafeln, die es in fast allen größeren Städten gibt, freuen sich in der Regel immer über Lebensmittelspenden.
Und falls Du lieber online unterwegs bist: Poste doch einfach auf Facebook, WhatsApp, Instagram & Co., was Du aktuell abzugeben hast.
Oder schau auch einmal hier vorbei:

App-Tipp: UXA Foodsharing App

Die „UXA“-App für Smartphones von UXA Foodsharing vereinfacht die Organisation und Weitergabe von übrig gebliebenen Lebensmitteln.

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